The Spaghetti Incident? – Die Original Songs

Hey, Leute aus dem Internet. Lasst euch von den 90ern erzählen. Ne, doch nicht. Beziehungsweise: Ich mach’s kurz. “The Spaghetti Incident?” von Guns ‘n’ Roses hat mich 1993 an den Punk herangeführt. Voll mit Coverversionen. Ich habe mich dann immer gefragt, wie wohl die Originalversionen klingen. Bei ein paar habe ich es herausbekommen, bei den meisten aber nicht. Wir hatten ja nichts in den 90ern. Jetzt in den 10ern aber haben wir das Internet und Spotify und schon sind wir bei dem eigentlichen Grund dieses Artikels. Ich habe eine Spotify-Playlist mit allen Originalsongs der “The Spaghetti Incident?” gemacht. Nur “Buick Makane” von T.Rex gibt’s da nicht.

9 Stunden aus meinem Fenster in 20 Sekunden

Es kann sein, dass ich bald eine Anzeige von den Nachbarn aus dem zu sehenden Haus bekomme, weil sie denken, ich hätte sie 9 Stunden lang beobachtet. Es kann sein, dass es daran lag, dass mein Fenster sperrangelweit auf war und ich 20 Minuten lang Kartons gestapelt und ein Stativ aus Alufolie gebastelt habe. Kann aber auch sein, dass sie sich, wie ich, stundenlang Timelapse-Videos anschauen können, ohne gelangweilt zu sein und sich denken “Oh, so sieht unser Haus an einem schönen Sommersonntag aus.”

Ich denke ersteres, ich werde also bald im Gefängnis landen. Oder vom Staat eingestellt, um kurz aktuelles Weltgeschehen unterzubringen.

P.S.: Das Video wurde mit der TimeLapse-App auf einem iPhone 4 gemacht, falls es jemanden interessiert.

I’m on a Dome

 

Habe ich dann aber doch gemacht. Man läuft 15 Minuten konstant eine Wendeltreppe der Hölle hinauf. Platz- und Höhenangst sollte man unten lassen. Wenn man zwischendurch mal keine Lust mehr hat, dann bringt das gar nichts, denn der ganze Wendeltreppenturm ist vollgestopft mit hechelnd jammernden, stinkenden Touristen. Nur ich gleitete grazil die Treppen hinauf, wohlduftend wie ein Einhorn im Morgentau. Jedenfalls bildete ich mir das motivierend ein, während ich den Erfinder der Treppe verfluchte.

Und abwärts macht es nicht etwa mehr Spaß. Es wird einem aber als Bonus zusätzlich schwindelig. Dafür haut man beim Herunterlaufen dieselben dämlichen Sprüche mit derselben dämlichen Überheblichkeit raus, wegen denen man die entgegenkommenden Hobbykomiker beim Aufstieg noch durch die Turmfassade hätte donnern können: “Oben ist geschlossen” oder “Hey, Hälfte schon geschafft”, wenn man schon fast oben ist. Voller Adrenalin fühlt man sich wie ein erfolgreicher Bergsteiger, der auf die armen Narren hinabschaut, die ihre Erleuchtung auf dem Gipfel noch vor sich haben. Vielleicht sollte ich aber auch einfach mal mehr Sport machen.

1992 war ich das letzte mal auf dem Kölner Dom. Schulausflug. Wir haben unsere Lehrer gehasst dafür. 21 Jahre später hasse ich nur noch mich selbst für diese Idee. Aber auch nur, bis ich oben angekommen bin. Bis nach Bottrop kann man gucken. Oder zumindest Duisburg. Jedenfalls sieht man Halden und Schornsteine. Das reicht mir ja vollkommen. Und jetzt habe ich Heimweh.

 

Nosferathuhn

 

Zur Erklärung: 2007 war ein schönes Jahr. Bei Giga gab es 2 Redaktionen: Die Games- und die Entertainment-Redaktion. In Letztgenannter, in der auch ich saß, wurden folgende Formate produziert: Love Shack, Telespiel, Screen (ob WOW auch zur Entertainment Redaktion gehörte, konnte, glaube ich, nie final geklärt werden) und Late Knights, eine Late Night Sendung mit Doppelmoderation. Ähm nunja.

Jedenfalls hatte ich bei Late Knights meinen allerersten Fernsehauftritt. Und zwar in dem Stummkurzfilm Nosferathuhn. Mit dem Asi Chick. Einem Charakter, den ich nach wie vor sehr lustig finde. Schade, dass es keine Late Night Sendungen mehr mit Doppelmoderationen gibt.

Über Patrick Wollny

Mein Name ist Patrick Wollny, ich komme aus dem beschaulichen Bottrop inmitten des Ruhrgebietes, wohne aber seit 2011 in Berlin. Ich habe Geschichte, Amerikanistik und Pädagogik in Bochum und Essen studiert und bin dann auf tragische Art und Weise weder Professor noch Lehrer geworden, sondern Autor, Redakteur und Realisator. Nach diversen mehr oder weniger erfüllenden Jobs bei Giga, der Lindenstraße, Bunch TV, Richterin Barbara Salesch oder auch Ford bin ich dann im Jahre 2011 bei neoParadise auf (oder auch im) zdf.neo gelandet. Irgendwann hießen wir dann plötzlich Circus HalliGalli und laufen seitdem auf Pro7.

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Best of Vine

Wenn man fast alle Vine Videos, die man jemals gemacht hat, aneinander reiht, dann ist das noch verstörender, als wenn man die eigentliche Vine-Funktion, nämlich ein Video immer wieder hintereinander zu gucken, benutzt. Mach ich jetzt öfter.

Und wenn man iMovie statt jedes anderen Videoschnittprogramms benutzt, wird man selbst auch ein wenig verstört. Mach ich nie wieder.

Let op Dynamo Festival 1997

16.-18. Mai 1997 – Dynamo Festival in Eindhoven. Es war weder das beste noch das schlechteste Festival, auf dem ich jemals war. Aber es war mein erstes Festival, und das muss per Definition was Besonderes sein. Wurde es auch. Aber nicht so, wie wir uns das in unseren gerade 18-jährigen Metalköpfen so ausgemalt hatten.

Denn wie wir auch in den darauf folgenden Festivals immer wieder schmerzlich feststellen durften: Während andere Besucher durch vergangene Campingtrips mit den Eltern für ein Wochenende unter freiem Himmel bestens gerüstet zu sein schienen, hinkten wir organisatorisch doch stark hinterher.

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Als ich mal für eine Woche in einem Sexshop arbeitete

Bottrop, 2004. Wenn einem das BAföG gestrichen wird und man keine Eltern hat, deren Budget ausreicht, um 2 Kindern statt geplanten 3 eher 5-10 Jahre Ausbildung zu ermöglichen, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sich nach einem Nebenjob umzusehen.

Nachdem ich mein Glück als Lagerarbeiter, Ticketverkäufer, Call-Center Agent, Kopierer/Sortierer und Ebayer versucht hatte, besuchte ich mal wieder das Online-Angebot des Arbeitsamtes (hieß damals noch so und war eine der wenigen funktionierenden Online-Job-Portale). Zu meinem Erstaunen erschien dort eine Anzeige, die mir sofort in mein Gesicht sprang:

„Teilzeitkraft in einem Sexshop.“

Ich stellte mir vor, wie ich dort mit anderen studentischen Aushilfen Pärchen dabei zusehe, wie sie sich beschämt kichernd Dinge kaufen, die man als Pärchen in einem Sexshop kichernd beschämend findet. Da mir diese Vorstellung mir ein Grinsen in mein geplagtes Studentengesicht zauberte, tat ich das einzig Richtige und bewarb mich. Wenige Tage später bekam ich eine Einladung zum Bewerbungsgespräch.

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